Ein Badezimmer sollte ein Ort der Entspannung sein, doch für viele Senioren oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität stellt der hohe Rand der Badewanne ein gefährliches Hindernis dar. Eine komplette Badsanierung ist oft teuer und zeitaufwendig. Die Lösung liegt auf der Hand: Sie können eine Badewannentür nachträglich einbauen lassen. Dies verwandelt Ihre bestehende Wanne in einen barrierearmen Dusch- und Badebereich, oft innerhalb weniger Stunden.
Warum eine Badewannentür nachträglich einbauen?
Der nachträgliche Einbau einer Tür in die Badewanne bietet zahlreiche Vorteile gegenüber einem Komplettumbau zur Dusche. Der wichtigste Aspekt ist die Sicherheit. Stürze im Badezimmer passieren häufig beim Übersteigen des Wannenrandes. Durch den Einstieg wird diese Schwelle drastisch gesenkt.
Zudem ist das Badewannentür nachträglich einbauen eine sehr saubere Angelegenheit. Es müssen keine Fliesen von der Wand geschlagen werden, und der Schmutz hält sich in Grenzen. Die bestehende Wanne bleibt erhalten, was Ressourcen schont und Kosten spart.
Der Ablauf des Einbaus
Viele Hausbesitzer fragen sich, wie der Prozess genau abläuft. Im Grunde ist es ein präziser handwerklicher Eingriff:
- Ausmessen: Der Fachmann misst die Wanne genau aus, um die passgenaue Tür zu bestimmen.
- Ausschnitt: In die bestehende Wannenfront wird eine Öffnung geschnitten. Dies geschieht meist staubfrei.
- Einsetzen: Die wasserdichte Türzarge wird eingesetzt und fest verankert.
- Abdichten: Fugen werden professionell silikoniert, damit alles zu 100 % dicht ist.
Nach einer Trocknungszeit von meist 24 Stunden ist die Wanne wieder voll nutzbar.
Kosten und Fördermöglichkeiten
Wenn Sie eine Badewannentür nachträglich einbauen, liegen die Kosten deutlich unter denen einer Wanne-zu-Dusche-Sanierung. Die Preise variieren je nach Modell (Glas oder Kunststoff) und Einbausituation, liegen aber oft zwischen 1.200 und 3.000 Euro.
Wichtiger Tipp: Wenn ein Pflegegrad vorliegt, beteiligt sich die Pflegekasse oft an den Kosten für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Bis zu 4.000 Euro Zuschuss sind möglich, was die Kosten für das Projekt oft vollständig deckt.
Verschiedene Modelle für jeden Bedarf
Wer eine Badewannentür nachträglich einbauen möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Varianten:
- Einfache Einstiegshilfen: Hierbei wird nur der Rand abgesenkt, ohne Türblatt. Ideal zum Duschen, aber Baden ist nicht mehr möglich.
- Wasserdichte Türen: Diese schließen zu 100 % dicht ab. Einem Vollbad steht somit nichts im Wege.
Material und Optik
Die Türen gibt es meist aus Sicherheitsglas oder hochwertigem Sanitär-Kunststoff. Sie lassen sich farblich oft an die bestehende Wanne anpassen, sodass der nachträgliche Einbau optisch kaum auffällt.
Fazit: Lohnt sich der Aufwand?
Definitiv. Wer Wert auf Sicherheit legt, aber sein Bad nicht komplett herausreißen möchte, trifft mit dieser Entscheidung ins Schwarze. Das Badewannentür nachträglich einbauen steigert den Wohnwert, erhält die Selbstständigkeit im Alter und ist im Vergleich zu anderen Umbaumaßnahmen schnell und günstiger realisierbar. Achten Sie bei der Wahl des Handwerkers auf Erfahrung im Sanitärbereich, um Dichtigkeitsprobleme zu vermeiden.