Wer träumt nicht davon, nach einem langen Arbeitstag in den eigenen vier Wänden zu entspannen? Ein warmes Schaumbad ist gut, aber ein sprudelnder Whirlpool ist besser. Die gute Nachricht: Sie müssen nicht zwingend Ihre gesamte Badezimmereinrichtung herausreißen. In vielen Fällen lässt sich ein Whirlpool-System nachrüsten.
Ist meine Badewanne geeignet?
Bevor Sie mit der Planung beginnen, stellt sich die Frage: Kann ich meine vorhandene Wanne nutzen? Grundsätzlich lassen sich viele Acryl- und Stahlwannen umrüsten. Der entscheidende Faktor ist jedoch der Platz unter und neben der Wanne. Um ein Whirlpool-System nachrüsten zu können, benötigen Sie Raum für:
- Die Punpe und das Gebläse.
- Die Verrohrung der Düsen.
- Die Technik für die Steuerung.
Eine Revisionsöffnung ist zwingend erforderlich, um später Wartungsarbeiten durchführen zu können. Ist die Wanne komplett eingemauert ohne Zugang, wird der Umbau schwieriger.
Welche Systeme gibt es?
Wenn Sie ein Whirlpool-System nachrüsten wollen, haben Sie meist die Wahl zwischen drei Varianten:
1. Luftsystem (Air-System)
Hierbei wird vorgewärmte Luft durch Düsen am Boden der Wanne geblasen. Dies erzeugt das klassische "Blubbern". Es wirkt belebend und entspannt die Muskulatur sanft. Die Installation ist oft etwas einfacher als bei Wassersystemen.
2. Wassersystem (Jet-System)
Bei diesem System wird das Badewasser angesaugt und mit Druck durch seitliche Düsen zurück in die Wanne gepumpt. Dies bietet eine kräftigere Massage, ideal bei Verspannungen.
3. Kombi-Systeme
Für das ultimative Erlebnis können Sie beide Varianten kombinieren. Dies ist technisch aufwendiger und teurer, bietet aber maximalen Komfort.
Anleitung: So funktioniert der Einbau
Das Whirlpool-System nachrüsten ist kein Projekt für blutige Anfänger. Es erfordert handwerkliches Geschick und Kenntnisse in Sanitär- und Elektroinstallationen.
- Markierung und Bohrung: Die Positionen für die Düsen, Ansaugung und Bedienelemente müssen exakt angezeichnet und gebohrt werden. Ein Fehler hier ist irreversibel.
- Montage der Düsen: Die Düsenkörper werden eingesetzt und abgedichtet.
- Verrohrung: Schläuche verbinden die Düsen mit der Pumpe. Hier ist absolute Dichtheit oberstes Gebot.
- Elektrik: Die Pumpe und Steuerung müssen sicher an das Stromnetz angeschlossen werden. Achtung: Arbeiten an der Elektrik im Nassbereich sollten immer von einem zertifizierten Elektriker abgenommen oder durchgeführt werden!
Kosten und Aufwand
Die Kosten, um ein Whirlpool-System nachrüsten zu lassen oder selbst einzubauen, variieren stark. Ein einfaches DIY-Kit beginnt bei etwa 300 bis 500 Euro. Hochwertige Systeme mit Heizung, Ozon-Desinfektion und LED-Licht können schnell über 1.500 Euro kosten. Hinzu kommen eventuelle Handwerkerkosten, falls Sie die Installation nicht selbst vornehmen.
Tipp: Achten Sie beim Kauf von Nachrüst-Sets auf eine Restwasserentleerung. Dies verhindert, dass Wasser in den Rohren stehen bleibt und Keime bildet.
Alternativen zum Festeinbau
Wem der bauliche Aufwand zu groß ist, der kann auf mobile Whirlpool-Matten zurückgreifen. Diese bieten zwar nicht das gleiche Erlebnis wie ein fest installiertes System, sind aber eine kostengünstige und mieterfreundliche Alternative, um zumindest ein wenig Wellness-Feeling zu genießen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer den Aufwand nicht scheut, kann durch das Whirlpool-System nachrüsten sein Bad massiv aufwerten und Wellness pur genießen.