Was bedeutet grabenlose Rohrsanierung?
Bei der herkömmlichen Vorgehensweise müssen betroffene Rohrleitungen komplett freigelegt werden — ein aufwendiger Prozess mit erheblichen Kosten durch Erdarbeiten und Wiederherstellungsmaßnahmen.
Die Rohrsanierung ohne Aufbruch revolutioniert diesen Ansatz grundlegend: Moderne Technologien ermöglichen die Instandsetzung direkt durch vorhandene Zugangswege wie Schächte oder Reinigungsöffnungen.
Wichtige Vorteile:
- Geringere Belastung: Minimale Beeinträchtigung für Anwohner und Umgebung
- Zeitersparnis: Projekte dauern oft nur wenige Tage statt Wochen
- Kosteneffizienz: Einsparungen bis zu 50% gegenüber konventionellen Methoden
- Umweltfreundlichkeit: Weniger Eingriffe in Natur und bestehende Bausubstanz
Welche Verfahren gibt es?
Es existieren verschiedene etablierte Techniken für die erfolgreiche Umsetzung:
Schlauchlining (CIPP-Verfahren)
Der am häufigsten gewählte Ansatz im Bereich der Rohrsanierung ohne Aufbruch. Dabei wird ein flexibler Schlauch mit Harzbeschichtung ins Rohr eingezogen und mittels Druck angedrückt. Nach der Aushärtung entsteht ein neues „Rohr im Rohr“.
Kurzliner-Technologie
Ideal für punktuelle Schäden wie Risse oder Brüche an bestimmten Stellen. Die Methode eignet sich besonders für lokale Reparaturen.
Coating-Verfahren
Spezielle Beschichtungen werden auf die Innenwandung aufgebracht und versiegeln Undichtigkeiten effektiv.
Experten-Tipp: Die Auswahl des optimalen Verfahrens hängt vom Schadensbild, dem Rohrdurchmesser und den baulichen Gegebenheiten ab.
Ablauf einer solchen Sanierung
Der Prozess folgt einem strukturierten Schema:
- TV-Inspektion: Bestandsaufnahme mittels Kamerasystem zur genauen Analyse
- Reinigung: Hochdruckspülung zur Vorbereitung des Innenraums
- Einbringung: Einführen des gewählten Inliners oder Materials in den Schadenbereich
- Aushärtung: Je nach Verfahren thermisch oder UV-basiert
- Endkontrolle: Erneute Inspektion zur Qualitätssicherung
- Dokumentation: Übergabe eines Berichts an Eigentümervorbehaltlich